| Thomas Posovatz, Vorstand der mwb fairtrade AG, steht im Interview mit a|m Rede und Antwort |
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| Donnerstag, den 02. Juli 2009 um 17:00 Uhr | |||
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02. Juli 2009 Hamburg (ots) - Die mwb fairtrade AG gehört zu den größten Wertpapierhandelsbanken in Deutschland. Im Interview mit a|m steht Herr Thomas Posovatz, Vorstand der mwb fairtrade AG, Rede und Antwort. a|m: Herr Thomas Posovatz, ihr Unternehmen gehört zu den größten Wertpapierhandelsbanken in Deutschland. Was genau verbirgt sich hinter dem Namen mwb fairtrade? Thomas Posovatz: mwb fairtrade ist entstanden durch die Fusion der beiden Unternehmen mwb Wertpapierhandelsbank AG und FAIRTRADE FINANCE AG. a|m: Ihr Unternehmen wurde 1993 gegründet und ist seit 1999 börsennotiert. Ab Mitte 2008 ist der Börsenkurs drastisch unter Druck geraten. Womit hängt dieses zusammen? Thomas Posovatz: Zunächst einmal verbirgt sich hinter dem Kursrückgang ein Dividendenabschlag von 42 Cents per Ende Juli 2008. Im Anschluss daran kam der Kurs der mwb fairtrade Aktie gemeinsam mit der gesamten Finanzbranche unter Druck, als die Finanzkrise mehr und mehr ans Tageslicht kam. a|m: Das Unternehmen hat drei Geschäftsbereiche. Neben dem Wertpapierhandel und der Kapitalmarktberatung sind Sie auch in der Vermögensverwaltung von Privatanlegern tätig. Welches Ihrer Geschäftsfelder weist aktuell das höchste Wachstum auf und wo sehen Sie das größte Potenzial? Thomas Posovatz: Bei unserem Zusammenschluß mit der FAIRTRADE im vergangenen Jahr haben sich zwei auf Wertpapierhandel spezialisierte Unternehmen verbündet. Deshalb wurden auch 96% unseres operativen Ergebnisses in 2008 von diesem Bereich erwirtschaftet. Dies gilt so in etwa auch für das 1. Quartal 2009. Es ist unser erklärtes Ziel, dass der Bereich Wertpapierhandel auch zukünftig das Kerngeschäftsfeld der mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG bleiben soll. Durch unsere Spezialisierung sehen wir natürlich hier das größte Potential. a|m: Gibt es auch außerhalb der drei Geschäftsfelder Wachstumsmöglichkeit? Thomas Posovatz: Wir verfolgen den ganzen Finanzmarkt sehr aufmerksam und prüfen eine ganze Reihe von Ideen. Allerdings sehen wir gegenwärtig außerhalb der drei genannten Geschäftsbereiche keine nennenswerten Wachstumsmöglichkeiten. [Nächste Seite...] a|m: Wie sieht es mit Zukäufen aus. Dafür müssten sich derzeit doch attraktive Ziele bieten, schließlich erleben wir momentan eine Marktkonsolidierung? Thomas Posovatz: Wir beobachten natürlich die schon seit einigen Jahren stattfindende Marktkonsolidierung sehr genau, wären aber insbesondere im Augenblick, da die Finanzkrise noch lange nicht ausgestanden ist und sich im Frankfurter Börsenhandel möglicherweise bald gravierend das Marktmodell verändert, sehr vorsichtig mit Zukäufen. a|m: Sie verfügten per Ende März 2009 über einen Forderungsbestand gegenüber Kreditinstituten in Höhe von EUR 13 Mio. Das sind rund 40% ihrer Bilanzsumme. Um was genau handelt es sich bei diesen Forderungen? Thomas Posovatz: Bei den Forderungen gegenüber Kreditinstituten handelt es sich im Wesentlichen um Festgeld, also Liquidität oder Cash. Wir haben eine sehr enge Auslegung des Begriffes Liquidität und meinen hier nur den Saldo aus Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. a|m: In Ihrem Ausblick konnten Sie aufgrund der Finanzmarktkrise noch keine Guidance ausgeben. Hat sich die Situation mit der Stabilisierung der Märkte geändert? Können Sie vielleicht eine Indikation über den weiteren Geschäftsverlauf geben? Thomas Posovatz: Wir werden unsere Zahlen zum 1. Halbjahr 2009 am 22. Juli veröffentlichen. Ich bitte um Verständnis, dass ich vorher nichts darüber aussagen kann. Generell bleiben wir bei unserer Haltung, dass eine Ergebnisschätzung für das Gesamtjahr wegen des anhaltend schwierigen Marktumfelds nicht möglich ist. a|m: Sie haben den Bereich des Designated Sponsoring weiter ausgebaut. Seit einem Jahr betreuen Sie auch ihre eigene Aktie und erhoffen sich dadurch mehr Aufmerksamkeit von Seiten der institutionellen Investoren. Planen Sie weitere Maßnahmen, um die Präsenz am Kapitalmarkt zu erhöhen? Thomas Posovatz: Wir haben unsere Aktie schon immer betreut, nur nicht in der Zeit, als der Prozess der Fusion im vergangenen Jahr lief. Mittlerweile betreuen wir sie wieder. Weitere Maßnahmen als die Investor Relations-Politik der vergangenen Jahre fortzusetzen, die auf Transparenz gegenüber dem Aktionär setzt, planen wir derzeit nicht. Pressekontakt: a|m Redaktion Weitere Informationen: www.aktien-meldungen.de Telefon: 040 4 1111 37 64
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